Der Werner Holzer Preis würdigt herausragende Persönlichkeiten des Auslandsjournalismus. Er erinnert an Werner Holzer — Auslandskorrespondent, Chefredakteur der Frankfurter Rundschau und ein Journalist, dessen Arbeit von Genauigkeit, Unabhängigkeit und intellektueller Offenheit geprägt war.
Ausgezeichnet werden Journalistinnen und Journalisten, deren Werk über Jahre hinweg eine Form der Berichterstattung verkörpert, die Welt nicht vereinfacht, sondern verständlich macht.
Der Preis ehrt Persönlichkeiten, die Wirklichkeit mit eigener Wahrnehmung erschließen, Widersprüche aushalten und Orientierung schaffen, ohne Gewissheiten zu behaupten, wo keine existieren.
Kriterien für die Preisvergabe
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„Die Wahrheit ist manchmal schwer zu finden.“ Dieser Kernsatz von Werner Holzer bündelt den Anspruch an alle Ausgezeichneten.
Die Preisträgerinnen und Preisträger zeichnen sich durch eine journalistische Haltung aus, die Komplexität weder reduziert noch ideologisch ordnet.
Sie erklären fremde Gesellschaften und Kulturen aus ihren eigenen historischen, kulturellen und politischen Zusammenhängen heraus — mit Neugier, Genauigkeit und ohne Überheblichkeit und normative Voreingenommenheit.
Die Ausgezeichneten Persönlichkeiten zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, nicht nur eine Seite zu beleuchten, sondern aktiv nach Gegenstimmen und Zwischentönen zu suchen.
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Der Preis würdigt journalistische Arbeit, die auf unmittelbarer Erfahrung beruht.
Die Ausgezeichneten verfügen über langjährige nachweisbare, langjährige Präsenz in den Berichtsgebieten und tiefer Kenntnis ihrer Regionen und Themen. Ihre Berichterstattung entsteht aus Nähe zu Menschen, Orten und Entwicklungen — nicht aus Distanz oder bloßer Verdichtung fremder Quellen.
Sie arbeiten mit Primärquellen, eigener Recherche und überprüfbaren Beobachtungen. Ihre Arbeit verbindet analytische Tiefe mit sprachlicher Präzision und der Fähigkeit, auch komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen.
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Die journalistische Arbeit der Preisträgerin/des Preisträgers wahrt strikte Unabhängigkeit gegenüber politischen, wirtschaftlichen oder institutionellen Interessen.
Ihre Arbeit folgt weder Loyalitäten noch Erwartungen, sondern dem Anspruch, Wirklichkeit so wahrhaftig wie möglich zu beschreiben. Sie widerstehen Vereinfachung, Instrumentalisierung und moralischer Selbstgewissheit.
Der Preis würdigt eine Form des Journalismus, die Haltung zeigt, ohne Partei zu werden.
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Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten, denen es gelingt, internationale Entwicklungen für ein Publikum in Deutschland verständlich und erfahrbar zu machen, komplexe Weltgeschehnisse so zu übersetzen, dass sie für Leser in Deutschland greifbar und verständlich werden.
Ihre Arbeit erweitert den Blick auf die Welt. Sie schafft Verständnis für historische Zusammenhänge, politische Dynamiken und kulturelle Unterschiede — und wirkt damit Polarisierung, Klischees und intellektueller Abschottung entgegen.
Der Werner Holzer Preis ehrt Journalismus, der nicht nur informiert, sondern öffentliche Verständigung ermöglicht.