Der Werner-Holzer-Preis
„(..) die Bitte, immer daran zu denken, dass die Wahrheit manchmal schwer zu finden ist“
Werner Holzer
Der Werner-Holzer-Preis für ausgezeichneten Auslandsjournalismus wurde im Jahr 2022 von der Familie des im Jahr 2016 verstorbenen Auslandsjournalisten und langjährigen Chefredakteurs der Frankfurter Rundschau, Werner Holzer, ins Leben gerufen. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert und setzt ein Zeichen gegen den Trend, Auslandsberichterstattung zu reduzieren oder sie in ihrer journalistischen Vielfalt einzuschränken.
Ausgezeichnet werden Journalisten, die bemerkenswerten Auslandsjournalismus betreiben, sich den Weltgeschehen, Kriegen und Krisen aussetzen, um über diese aus erster Hand berichten zu können und durch diesen hohen persönlichen Einsatz ein hohes Niveau journalistischer Arbeit kultiviert haben.
Der Preis stellt eine hohe Anerkennung dar und ehrt den unabhängigen, qualitativ hochwertigen und bedeutungsvollen Journalismus, für den sein Namengeber stets stand. Er soll daran erinnern, dass unsere Sicht auf die Welt von ausführlicher, gründlicher und kritischer Berichterstattung über ihre Entwicklung lebt und geformt wird, und es insbesondere am Auslandsjournalismus liegt, die Brücken zwischen den Kulturen zu bauen und internationales Verständnis zu schaffen.
Im ersten Jahr der Preisverleihung erhielten die Auszeichnung Katrin Eigendorf (ZDF), Christoph Reuter
(„Der Spiegel“) sowie Andrea Böhm (Die Zeit). In 2023 ging der Preis an Ulf-Jensen Röller (ZDF), Tania Krämer (Deutsche Welle) und Michael Thumann (Die Zeit). In 2024 wurden Paul Ronzheimer (Bild), Friederike Böge (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Bojan Pancevski (Wall Street Journal). In 2025 gehörten Juliane Schäuble (Die Zeit), Susanne Koelbl (der Spiegel) und Katharina Willinger (ARD) zu den Preisträgerinnen. Darüber hinaus ging ein Sonderpreis posthum an Christiane Kensche (Die Welt).
Preisverleihung im Kaisersaal des Frankfurter Römer.
Von links: Andrea Böhm („Die Zeit“), Katrin Eigendorf (ZDF), Christoph Reuter („Der Spiegel“). Bild: Monika Müller.
Werner Holzer bei der Arbeit.